Portrait Harald Jähner © Barbara Dietl
zweisprachig/tweetalig
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19.07.2024 19:30
Bibliotheek Venlo
Begijnengang 2
5911 JL Venlo

Harald Jähner

Höhenrausch/Hoogteroes

(übersetzt von Anne Folkertsma & Ralph Aarnout)

Deutschland, 1918. Ende des Ersten Weltkriegs, Revolution, Sieg der Demokratie. Zugleich erneuern sich Grundgedanken, das Leben wird freier: die «Neue Frau», «Neues Wohnen», «Neues Denken». Als es Mitte der Zwanziger auch wirtschaftlich aufwärtsgeht, wird Deutschland ein anderes Land – Jähner erzählt von der Erfindung der Freizeit, von Boxhallen und Tanzpalästen, und von den Hotspots der Neuen Zeit. Vieles wirkt heute verblüffend modern. Ein großer Teil der Deutschen fand sich jedoch im Aufbruch nicht wieder. Als das Geld knapper wurde und die Zukunft düsterer, offenbarte sich die tiefe Spaltung der Gesellschaft und die Unfähigkeit, sie auszuhalten.

» So wurde dieses Jahrzehnt noch nicht beschrieben … so gut, so neu und so aufregend. « _ Süddeutsche Zeitung

Harald Jähner, geboren 1953, studierte Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaften und Philosophie. Er war als freier Journalist und Feuilletonredakteur tätig und unterrichtet Kulturjournalismus an der Universität der Künste in Berlin. Sein 2019 veröffentlichter Band Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955 wurde mit dem Leipziger Buchpreis in der Kategorie Sachbuch/Essayistik ausgezeichnet. In Höhenrausch widmet er sich der Betrachtung der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.