deutschsprachig/duitstalig
Rollstuhlzugang/toegang voor rolstoelen + WC
25.08.2026 19:30
Zentralbibliothek Mönchengladbach
Hilde-Sherman-Zander-Straße 6
41061 Mönchengladbach

Geertjan de Vugt

Der Wunsch zu verschwinden

(übersetzt von Lisa Mensing)

Der Fingerabdruck steht für persönliche Identität und ist ebenso einzigartig wie rätselhaft. Seine Geschichte ist eine traumhafte Parade aus Magiern, Detektiven, Genies, Scharlatanen, Wissenschaftlern, Handlesern, Künstlern und Bürokraten. Das Buch verbindet Fakten und Erzählungen, soziale, philosophische und kunsthistorische Themen rund um den Fingerabdruck. Es erzählt von dem böhmischen Mediziner, der sich als Erster eingehend mit dem Fingerabdruck beschäftigt hat, und davon, wie er für Verträge und in der Kriminologie interessant wurde. Aber auch von jener Ärztin, die aus Virginia Woolfs Fingern gelesen haben wollte: „Ich glaube, Virginia Woolf ist gestört.“

»Der Wunsch zu verschwinden bietet einen faszinierenden Einblick in die Art und Weise, wie Wissenschaft, Kunst, Politik und gesellschaftliche Vorstellungen sich gegenseitig beeinflussen. […] Mit Gespür für poetische Kraft zitiert und paraphrasiert Geertjan de Vugt aus den aufbewahrten Notizen seiner Protagonisten.« − NRC Handelsblad

Geertjan de Vugt, geboren 1985, ist Direktor des Erasmus-Preises. Zuvor war er lange Zeit Koordinator für Wissenschaft und Kunst an der Königlichen Akademie der Künste und Wissenschaften in Amsterdam. Er schreibt für de Volkskrant und die Süddeutsche Zeitung über Kunst, Poesie und Literatur und hat als Literaturwissenschaftler an der University of Wisconsin-Madison, an der Princeton University und am IFK in Wien gearbeitet.